Innovation ist der Mut anders zu entscheiden

Ein dominantes Design ist der kleinste gemeinsame Lösung für ein allseits bekanntes und lösbares Problem:

  • Autos hatten über mehr als 100 Jahren (fast) ausschliesslich Verbrennungsmotoren – Batterien waren für Spielzeug
  • Telefone hatten 100 Jahre ein Kabel, Handys über 20 Jahre immer Tasten
  • Geld wurde in der Bank abgehoben und nicht im Supermarkt
  • Geparkt wurde entweder dauerhaft zuhause, respektive im Büro oder unbegrenzt stundenweise gegen Bargeld.

Dominante Designs oder Paradigmen vereinfachen das Leben – man muss nicht nachdenken. Andererseits ist der Nutzer in der Logik gefangen, was dazu führt, dass dominante Designs  Fortschritt verhindern oder verlangsamen, da Veränderung nicht oder nur als Sprung zu einem neuen dominanten Design hin stattfindet.

Mit Parcandi hatte Corsin die Vision das Parkproblem zu lösen, beziehungsweise Parken neu zu erfinden. In diesem Bereich existieren viele Paradigmen oder gedankliche Grenzen:

  • «Mein Parkplatz gehört mir» vs. «Ich habe jederzeit einen Parkplatz, wenn ich ihn brauche»
  • Digitale Geschäftsmodelle basieren auf Apps, möglichst vielen Daten und Freemium Modellen
  • Gründer sind 25jährige Wunderkinder und nicht über 40 jährige Familienväter mit drei Kindern

Mit Parcandi haben wir so ziemlich alles anders gemacht als die anderen.

  • Keine Registrierung
  • Keine App
  • Kein eigener Parkplatz
  • Kein Bargeld – NIE!
  • Kein Ticket
  • Keine lokale Lösung
  • Keine Begrenzung
  • Kein Wählen der Parkzeit und keine Strafe für zu langes Parken

Dafür jederzeit und ohne Kompromisse

  • 24/7 eine direkte Hilfe für die Nutzer
  • Keine Parkplatzsuche dank Vorreservierung
  • Kein Stress

Dieser Mut ein neues dominantes Design für die verschiedenen Anwendungsfälle rund um das «einfache» Thema Parken zu finden, wurde nun mit dem Mobility Trailblazer Award 2025 belohnt, eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die mit Mut, Innovationskraft und Wirkung die Mobilitätswende im DACH-Raum vorantreiben.

Dr. Corsin Sulser löst mit Parcandi ein alltägliches Mobilitätsproblem neu: Parkplätze werden digital geteilt statt neu gebaut. Die Plattform reduziert Stau, Suchverkehr und Emissionen in Städten. Mit über 40 wagte Sulser den Schritt vom Konzernmanager zum Gründer. Sein IoT-basierter Ansatz zeigt, wie Effizienz und Nachhaltigkeit zusammenwirken können. Parcandi verbessert die urbane Lebensqualität sichtbar.

Und wie Prof. Andreas Herrmann und Dr. Philipp Rösler in ihrer Ansprache auf den Punkt brachten:
Menschen und Firmen, welche etwas bewegen wollen, werden erst oft belächelt, dann öffentlich hinterfragt und bei Erfolg kritisiert. Um dann trotzdem weiterzumachen, braucht aus Mut.
Und diesen Mut und dieses Aushalten mit einem Award zu honorieren führt hoffentlich zu einem Multiplikatoreneffekt. Denn die 20 Awardees sind unserer Meinung nach auch Vorbilder für
– Junge Menschen, welche nun vielleicht doch ermutigt sind, ihre Start-up Idee zu verwirklichen.
– Etablierte Mitarbeiter grosser Firmen, die nun vielleicht noch lauter für ihre Ideen, ihre Werte einstehen können.
– Für Politiker, welche sich für die längerfristig sinnvollen (Mobilitäts) Initiativen einsetzten, ohne nur die nächste Wiederwahl im Blick zu haben.

Gratulation an alle Trailblazer, welche mit Mut, Entschlossenheit und der richtigen Portion Naivität die Welt zu verändern versuchen!